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Batman, Sydney und Sylvester
Auch wenn es sicherlich eine interessante Geschichte abgeben könnte, geht es hier nicht um einen Superhelden und seine zwei Freunde, sondern naheliegender Weise um den Jahreswechsel und Flughunde. Und da im Internet sicherlich aberhunderte Beschreibungen und Fluten von Bildern bezüglich eines in Sydney verbrachten Sylvesters kursieren und ich wirklich nicht die aberhundertundeinste (ich liebe die deutsche Sprache - nein, wirklich!) liefern will, möchte ich einfach nur Folgendes bieten:
Juchhu! Feuerwerk! Frohes Neues!
Nein, im Ernst. Es war schön, wir haben fürstlich gespeist, ein beeindruckendes Feuerwerk gesehen und hatten unseren Spaß. Allerdings auf Kosten von Jutta, die selbstlos daheim geblieben ist, um die Hunde zu versorgen. Was sie dann nach über 100 und irgendwas Millimeter Regen - allein an einem Abend - auch gemacht hat; mit dem Helikopter. Der Regen brachte das Wasser bis in den Backyard und machte das erreichen der Hunde draußen auf der Weide am Damm für ein paar Tage unmöglich. Also wurde ein Notfallhubschrauber angefordert und alles vorhandene Trockenfutter und sich in der Kühltruhe befindende Fleisch, von Emu-Filets bis nahezu einem ganzen Schaf draußen bei den Hunden abgeliefert, die trotz zwei Tagen Hungerns kein Lamm angefasst und so pflichtbewusst den Hubschrauber attackieret haben, dass der Pilot sich nicht traute auszusteigen. Man, hätte ich gerne getauscht. Wie gesagt, nicht dass ich Sylvester in Sydney nicht genossen hätte und auch wenn viele s agen, dass man kein Feuerwerk mehr sehen muss, wenn man es einmal in Sydney sah, so muss ich doch sagen, dass ich weitaus bessere Jahreswechsel erlebt habe und ein ganz wichtiger Faktor wohl die Menschen und Umstände sind, mit denen man sich umgibt. So zählen zu meinen Favoriten immer noch ein Sylvester, welches ich mit meinen Arbeitskollegen verbrachte, wo nach dem Feuerwerk und der darauf langsam einsetzenden Stille völlig unerwartet ein Fenster im Obergeschoss des Hauses auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufging, sich eine Trompete durchschob, welche die erste Strophe von “Yesterday” trötete und sich wieder zur ückzog. Gefolgt von einem sich schließenden Fenster als sei nichts gewesen. Aber mein absoluter Favorit ist immer noch ein erlebtes Sylvester am Strand von Warnemünde. Wer also für dieses Jahr noch einen guten Ort für Sylvester sucht und ein paar sehr gute Freunde zur Hand hat… Was die Tierwelt in Sydney angeht, so hat man sicherlich die Möglichkeit, verschiedene Tierparks in der Umgebung abzuklappern oder einen empfehlenswerten Abstecher in das Aquarium direkt am Hafen zu machen, wo man nicht nur sehr beeindruckende Quallen zu sehen bekommt, die ich nach wie vor für sehr anmutige, erhabene und elegante Tiere halte, sondern auch eine gigantisch große Schildkröte, allerlei Haie, phosphoreszierende Korallen, Stachelrochen, Riesenlangusten, und all die kriechenden, krabbelnden und schwimmenden anderen Tiere, auf die sich durchaus ein Blick lohnt, wenn man zu den Menschen gehört, die nicht gerne Schnorcheln oder Tauchen gehen. Aber am faszinierendsten jedoch waren die frei lebenden Flughunde im sehr schön gehaltenen und an das Meer grenzenden Botanischen Garten. Diese - zu Tausenden vertreten - werden, wie könnte es auch anders sein, zwar “noch” geduldet, sind jedoch nicht erwünscht, weil sie hier im Botanischen Garten auf längere Sicht auf die Flora und somit auch indirekt die Fauna einen zerstörenden Einfluss haben. Ist ja nicht so, dass sich die Flughunde bei dem Anblick der ![]() umherwuselnden Menschen dasselbe denken könnten, wenn sie auf der Suche nach Nahrung durch den asphaltierten und kunterbunt leuchtenden Wald außerhalb des Gartens fliegen. Jedoch ist es immer wieder ein Trost, wenn man - wie oben im Bild in einer Seitengasse - Zeugnisse findet, dass die Natur sich eines Tages die Dinge wieder zurückholen wird, um die wir sie beschneiden. In jedem Falle hat man hier im Botanischen Garten nicht nur die Möglichkeit allerlei stadttypische Tiere zu entdecken und Kakadus mit Keksen dazu zu bringen, dass sie sich auf den Arm von jemanden setzen oder die Schulter oder den Kopf, das Bein, den Rücken und manchmal alles gleichzeitig, auch Batman und seine Freunde darf man bei vollem Tageslicht und aus nächster Nähe bewundern; aber nicht füttern - Tollwutgefahr. Wenn man das erste Mal den Garten betritt und sich fragt, warum all diese Menschen, diese komischen und langgezogenen Riesenfeigen gleichenden Früchte am Baum fotografieren und dann selbst davor steht, führt es sicherlich oft dazu, dass man selbst ein paar Minuten verharrt und durch die Gegend staunt, wie alles piepst, flattert, gleitet und die Flügel streckt. Und da ich mich nicht entscheiden konnte, welches Bild ich mehr bevorzuge, dachte ich, ich stelle einfach mal ein paar mehr zur Verfügung …
Und nach einer langen Woche und der Feststellung wie unmöglich es in einer Stadt im Vergleich zum Outback ist, mit nahezu keinem Geld auszukommen, ging es endlich wieder zurück nach Mogila. Und wie Jutta mich aus Lightning Ridge abholte und wir uns im Sonnenuntergang, nach der Regenphase zu Sylvester, einem grün wucherndem Grasmeer, erneut der Zeitlosigkeit, der Ruhe, einer nicht fremdbestimmten Freiheit, meinen Wuffis und unserem Frosch Anton näherten, sprang mein Herz gleich wieder höher…
- Wanderer
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Und nach einer langen Woche und der Feststellung wie unmöglich es in einer Stadt im Vergleich zum Outback ist, mit nahezu keinem Geld auszukommen, ging es endlich wieder zurück nach Mogila. Und wie Jutta mich aus Lightning Ridge abholte und wir uns im Sonnenuntergang, nach der Regenphase zu Sylvester, einem grün wucherndem Grasmeer, erneut der Zeitlosigkeit, der Ruhe, einer nicht fremdbestimmten Freiheit, meinen Wuffis und 