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Aufbruch und Ankunft
16. Mai, fünf vor Zwölf (Mitternacht) und wieder einmal dieses wunderbbare Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren. Eine Mahlzeit.
Sechs Stunden Schlaf und der Flieger braucht nicht mehr lange bis Singapur. Es ist immer wieder herrlich, in einem Flugzeug zu sitzen und rauszuschauen. Im Hellen unter einem das plastische Wattemeer und in der Dunkelheit immer wieder nie zuvor gesehene Sonnenkonstellationen. Aber auch die teerschwarzen und faulbraunen, verseuchten Flüsse, der Küstenstädte im asiatischen Raum, die sich fächerförmig ins Meer ergießen gehören zu dem, was man geboten bekommt.Schließlich, bei einem kurzen Zwischenstop in Singapur, abendlichen 30 Grad und 74% Luftfeuchtigkeit, wurden die Poren erst einmal mal kräftig durchgespült und man atmete ein fast flüssiges Gemisch aus Sauerstoff und menschlicher Transpiration ein. Nach drei Stunden Aufenthalt und einem darauf folgenden, unspektakulären Nachtflug landete der Quantas-Flieger erneut erfolgreich - dieses Mal auf australischem Boden. Der Weg zur Gepäckausgabe gestaltete sich alles andere als gewöhnlich. Zunächst wurden alle Passagiere von zwei Mundschutzträgern mit einer Wärmebildkamera gefilmt - potentielle Schweinegrippenträger wären so von vorneherein schon mal aussortiert worden. Aber es wurde noch besser. Freundlich wie ich bin, musste ich natürlich zwei Flughafenaufsichtsbeamte grüßen, die mir prompt hinterherliefen und mich zum stehenbleiben aufforderten. Ich durfte ihnen dabei helfen ihre Hunde zu trainieren, indem ich ein Tuch mit einem speziellen Duft in meine Hosentasche verstaute, mich an das Fließband stellte und wie jeder andere auf mein Gepäck wartete. Zwei von den Hunden waren gut trainiert, beschnüffelten alle Leute, setzten sich neben mich und hoben die Pfote in Höhe meiner Beintasche - der dritte besprang mich immer wieder. Mein Lohn war Aufsehen und eine Sonderabfertigung, sodass ich fast als erster draußen war. Morgens halb Acht in Brisbane - da ist die Welt noch in Ordnung. - Wanderer
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