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Zeitensprung


Die Sonne steht tief, wie du zum Burgfried schaust.
Manchmal kannst du die Schwere hören,
wenn der Hammer auf den Amboss trifft.
Hörst das Schaben des Eisens, wie es in die Glut sticht.
Atmest den Schweiß, den die Flammen fordern.
Ein kleiner Junge rennt über den steinernen Hof,
beladen mit Heu, hinüber zur Scheune.
Das Schnauben der Pferde weht an dein Ohr.
Mit glänzender Eleganz schreitet eines heraus,
schreitet über den Rasen.
Eine Magd tritt ins Freie – durch ein gebrochenes Tor.
Und dort oben aus dem Turm,
wenn du deinen Blick aus dem Fenster richtest,
siehst du hinab auf einen Fluss,
der auch heute noch genauso verläuft,
wie er es vor vielen Jahrhunderten getan hat.
Und auf einen Jungen - am anderen Ende der Burg.
Wie er auf einen gefallenen Burgfried starrt
und sich vor Augen hält,
wo früher einmal ein Turm gewesen sein muss.




- Wanderer